Wenn Regen, Nebel und Kälte den Spaziergang am Rhein ungemütlich machen, wartet drinnen reichlich Abwechslung: Köln, Düsseldorf und Bonn bieten Museen zu moderner Kunst, römischer Geschichte, Natur und Musik. Diese Auswahl von neun Häusern hilft bei der Entscheidung – ob für einen kurzen Besuch oder einen ganzen Nachmittag.
Köln: Kunst, Schokolade und Römerzeit
Museum Ludwig: Kunst neben dem Dom
Das Museum Ludwig zeigt moderne und zeitgenössische Kunst. Zur Sammlung gehören Werke von Pablo Picasso, Andy Warhol und Roy Lichtenstein; bekannt ist das Haus auch für seine Pop-Art-Sammlung. Wer sich bislang wenig mit moderner Kunst beschäftigt hat, kann hier unterschiedliche Stile und überraschende Werke kennenlernen.
Adresse: Heinrich-Böll-Platz, Köln. Der Besuch lässt sich mit einem Abstecher zum Dom verbinden.
Schokoladenmuseum: Vom Kakao zur Tafel
Wie wird aus einer Kakaofrucht Schokolade? Das Schokoladenmuseum erzählt von der Herkunft des Kakaos und der Entwicklung der Herstellung. In der gläsernen Schokoladenfabrik lassen sich einzelne Arbeitsschritte beobachten; der Schokoladenbrunnen gehört ebenfalls zu den Höhepunkten.
Adresse: Am Schokoladenmuseum 1a, Köln. Laut den vorliegenden Besuchshinweisen bleibt das Museum am 9. und 16. November montags geschlossen.
Römisch-Germanisches Museum: Köln vor rund 2.000 Jahren
Archäologische Funde geben Einblicke in das Leben in der römischen Stadt am Rhein. Zu sehen sind unter anderem Gegenstände des Alltags und kunstvolle Gläser. Das macht den Besuch zu einem anschaulichen Einstieg in Kölns römische Vergangenheit.
Wichtig: Das Museumsgebäude am Roncalliplatz wird saniert. Teile der Sammlung sind im Belgischen Haus nahe dem Neumarkt zu sehen. Als Adresse ist Cäcilienstraße 46, Köln, angegeben.
Düsseldorf: Kunstsammlungen und Naturwelten
Kunstpalast: Werke aus verschiedenen Epochen
Der Kunstpalast im Ehrenhof vereint Kunst aus unterschiedlichen Jahrhunderten und Kulturkreisen. Die Sammlung reicht von historischen Gemälden und Skulpturen bis zu Fotografie und moderner Kunst. Wer gern verschiedene Kunstepochen vergleicht, findet hier eine breite Auswahl.
Adresse: Ehrenhof 4–5, Düsseldorf.
K20 und K21: Moderne und Gegenwartskunst
Die beiden Standorte der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Im K20 am Grabbeplatz geht es um klassische Moderne und wichtige Entwicklungen des 20. Jahrhunderts. Das K21 im ehemaligen Ständehaus widmet sich stärker zeitgenössischer Kunst, Installationen und experimentellen Formen. Für beide Häuser lässt sich ein gemeinsamer Kunsttag planen.
Adressen: K20, Grabbeplatz 5; K21, Ständehausstraße 1, Düsseldorf.
Aquazoo Löbbecke Museum: Tiere und Lebensräume
Im Aquazoo verbinden sich Aquarium, Zoo und Naturkundemuseum. Besucher entdecken Unterwasserwelten und weitere Tierarten; die Ausstellung vermittelt außerdem Wissen über Evolution, Artenvielfalt und Naturschutz. Im Winter 2026 sind wegen Sanierungsarbeiten einige Terrarientiere vorübergehend nicht zu sehen.
Adresse: Kaiserswerther Straße 380, Düsseldorf.
Bonn: Zeitgeschichte, wechselnde Ausstellungen und Beethoven
Haus der Geschichte: Deutschland seit 1945
Die Dauerausstellung „Du bist Teil der Geschichte“ erzählt von der deutschen Nachkriegszeit, der Teilung und dem Alltag im Wandel politischer und gesellschaftlicher Umbrüche. Historische Gegenstände, persönliche Erlebnisse und interaktive Stationen ergänzen einander. Der Eintritt ist kostenlos.
Adresse: Willy-Brandt-Allee 14, Bonn. Die U-Bahn-Galerie ist laut Besuchshinweis wegen Bauarbeiten noch bis zum 19. November geschlossen; die reguläre Dauerausstellung bleibt zugänglich.
Bundeskunsthalle: wechselnde Themen
Die Bundeskunsthalle arbeitet mit wechselnden Ausstellungen statt einer festen Dauersammlung. Kunst, Kulturgeschichte, Wissenschaft und gesellschaftliche Themen können im Programm vertreten sein. Deshalb lohnt es sich, vor dem Besuch die aktuelle Ausstellungsauswahl zu prüfen.
Adresse: Helmut-Kohl-Allee 4, Bonn.
Beethoven-Haus: Musikgeschichte am historischen Ort
Das Geburtshaus Ludwig van Beethovens zeigt historische Instrumente, Briefe, persönliche Gegenstände und musikalische Dokumente. So verbindet der Besuch Einblicke in das Leben des Komponisten mit dem Ort, an dem er geboren wurde. Für den Winter 2026 ist außerdem die Sonderausstellung „Beethoven by Warhol“ angekündigt.
Adresse: Bonngasse 20, Bonn. Bis April 2027 gelten laut den vorliegenden Angaben Sonderausstellungspreise.
Vor dem Besuch: Angaben für den Winter 2026 prüfen
Die gelieferten Preis- und Öffnungszeitenangaben haben den Stand 3. November 2026. Sie können sich durch Sonderausstellungen, Feiertage oder Ermäßigungen verändern. Für die neun Häuser werden folgende reguläre Zeiten und Erwachsenenpreise genannt:
- Museum Ludwig: 13,50 Euro; Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr.
- Schokoladenmuseum: Eintritt ab 17,50 Euro; meist 10 bis 18 Uhr.
- Römisch-Germanisches Museum: 6 Euro; Mittwoch bis Montag, 10 bis 18 Uhr.
- Kunstpalast: 17 Euro; Dienstag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr, Donnerstag bis 21 Uhr.
- K20/K21: 21 Euro für das Kombiticket; Dienstag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr.
- Aquazoo: Tarifabhängig; täglich, 10 bis 18 Uhr.
- Haus der Geschichte: kostenlos; Dienstag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag, 10 bis 18 Uhr.
- Bundeskunsthalle: 14 Euro; Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr, Mittwoch bis 21 Uhr.
- Beethoven-Haus: 17 Euro; Mittwoch bis Montag, 10 bis 18 Uhr.
Die Angaben zu Römisch-Germanischem Museum und Beethoven-Haus beziehen sich auf die genannten regulären Zeiten; wegen der Sanierung beziehungsweise der Sonderausstellung sollten Besucher die aktuelle Situation vorab prüfen. Auch beim Schokoladenmuseum sind die genannten Montagsausnahmen zu beachten.
Ein Winterausflug nach Interessen planen
Wer Kunst sehen möchte, hat in Köln und Düsseldorf mehrere Möglichkeiten – von Pop-Art im Museum Ludwig bis zu zeitgenössischen Installationen im K21. Für Natur und Tierwelten bietet sich der Aquazoo an, für deutsche Zeitgeschichte das Haus der Geschichte. In Bonn verbindet das Beethoven-Haus Musikgeschichte mit einem historischen Ort. Wer den Besuch möglichst planbar halten möchte, kann auch den kostenlosen Eintritt im Haus der Geschichte berücksichtigen.
Die Auswahl zeigt, wie verschieden ein Museumsnachmittag im Rheinland aussehen kann. Ein Blick auf Öffnungszeiten, Ausstellungen und mögliche Einschränkungen vor der Fahrt hilft, das passende Ziel zu finden.